Kreditkarten im Vergleich – Prepaid Karte

In Deutschland ist in den letzten Jahren ein regelrechter Kreditkartenboom entfacht, die Anbieter werben um die Gunst der Kunden. Nach wie vor ist das beliebteste Zahlmittel allerdings immer noch die EC-Karte. Dabei kann das Bezahlen mit der Kreditkarte durchaus einige Vorteile bringen. Heute kann der Kunde die Kreditkarte an vielen Akzeptanzstellen auf der ganzen Welt – egal ob im Hotel, beim Tanken, im Restaurant oder für Waren und Dienstleistungen, die über das Internet bezogen werden – einsetzen.

Tipp: Barclaycard bietet ein leistungsfähiges Kreditkartendoppel aus VISA-Kreditkarte und Mastercard.

Wo im Einzelnen mit welcher Kreditkarte bezahlt werden kann, erkennt der Verbraucher am Kartenlogo an der Eingangstür des Geschäfts oder Restaurants, beziehungsweise bei den Zahlungshinweisen im Internet. Von den Kreditkartenanbietern werden für den Zahlbetrag keine Mindestangaben vorgegeben, viele Akzeptanzstellen geben jedoch Mindestbeträge vor. Liegt der Umsatz darunter, entfällt das Zahlmittel Kreditkarte.

Während im öffentlichen Leben beim Bezahlen mit der Kreditkarte diese auch vorgelegt werden und anschließend ein Beleg unterschrieben werden muss, ist das beim Bezahlvorgang im Internet nicht der Fall. Nach Eingabe der persönlichen Daten und der Kreditkartennummer wird zur Sicherheit noch die dreistellige Prüfziffer verlangt, die auf der Rückseite der Kreditkarte neben der Unterschrift vermerkt ist. Jeder Verbraucher sollte beim Bezahlen im Internet darauf achten, dass ein gesichertes Verfahren, möglichst SSL-verschlüsselt, eingesetzt wird. Der Einsatz einer SSL-Verschlüsselung ist an einem kleinen goldenen Schloss in der unteren rechten Ecke des Browsers zu erkennen.

Kreditkarten Vergleich

Die Kreditkarten selbst werden zum größten Teil von fünf international agierenden Kreditkartengesellschaften herausgegeben. Das sind MasterCard, VISA, American Express, Diners Club und Barclaycard. American Express und Diners Club vertreiben ihre Kreditkarten selbst, während MasterCard und Visa über viele Banken und Kreditinstitute angeboten werden. Dadurch haben Visa und MasterCard in Deutschland auch die weiteste Verbreitung. Darüber hinaus gibt es bei den verschiedenen Kreditkartengesellschaften auch Unterschiede in der Abrechnungsmethode.

Charge Card

Die gängigste Art der Abrechnung ist die so genannte Charge Card. Dabei werden die Umsätze, die der Kunde mit seiner Kreditkarte tätigt, über den Monat gesammelt und dann einmal monatlich dem Kreditkarteninhaber in Rechnung gestellt. Jedem Karteninhaber wird dabei ein individuelles Limit zur Verfügung gestellt, in welchen Grenzen er über die Kreditkarte einkaufen kann. Ist das Limit erschöpft, kann die Karte nicht mehr zum Bezahlen eingesetzt werden.

Credit Card

Die Credit Card hingegen räumt dem Besitzer der Kreditkarte tatsächlich auch einen Kredit ein. Dem Inhaber wird in Abhängigkeit von seiner Bonität ein individueller Kreditrahmen zur Verfügung gestellt. Er bekommt eine monatliche Abrechnung und entscheidet dann selbst, inwieweit er den Betrag in einer Summe begleichen möchte, oder ob er die Möglichkeit der Ratenzahlung in Anspruch nimmt. Meist ist ein Mindestbetrag festgesetzt, der beglichen werden muss. Für den tatsächlich in Anspruch genommenen Kredit verlangen die Kreditkartenanbieter allerdings Zinsen, die höher als die beim Dispositionskredit ausfallen. Dieser Teilzahlungskredit kann daher teuer werden.

Debit Card

Die Debit Card wiederum ist eine Art Kreditkarte, bei deren Einsatz die Umsätze nicht gesammelt, sondern ähnlich der EC-Karte dem Konto sofort belastet werden. Ist dieses nicht gedeckt, muss , sofern vorhanden, der Dispositionskredit genutzt werden. Es gibt also keinen Zahlungsaufschub. Diese Kreditkarte ist eine Ergänzung zur EC-Karte, falls letztere als Zahlungsmittel nicht akzeptiert wird (was im Ausland oder im Internet durchaus der Fall sein kann). Allerdings birgt diese Variante auch den Vorteil, dass der Besitzer der Kreditkarte mit Debit Funktion eine weitaus bessere Kontrolle über seine Ausgaben hat.

Prepaid Karte

Etwas neuer auf dem Kreditkartenmarkt ist die sogenannten Prepaid Karte. Prepaid Karten werden grundsätzlich nur guthabenbasiert geführt. Das heisst, der Besitzer einer Prepaid Karte muss gegenüber der Bank keinerlei Bonität nachweisen. Sie wird auf Antrag ohne Einholung der Schufa und ohne Gehaltsnachweis gegen eine Jahresnutzungsgebühr ausgegeben.

Die Prepaid Karte ist damit eine Kreditkarte, die jeder verwenden kann. Allerdings kann diese Art Kreditkarte nur zum Einsatz gebracht werden, wenn der Besitzer der Prepaid Karte vorher ein entsprechendes Guthaben auf das Kreditkartenkonto überwiesen hat. Vergleichbar ist diese Art Karte mit Prepaid Handys. Mit diesen kann auch nur telefoniert werden, wenn die Karte entsprechend aufgeladen ist. Die Prepaid Karte eignen sich auch für Jugendliche und für Personen mit negativer Schufa oder sehr geringem Einkommen.