Kredit F.A.Q.

Was ist ein Onlinekredit?

Einen Onlinekredit kann der Kreditnehmer über das Internet bei einer Bank, die ihre Kredite online anbietet, beantragen. Die Anfrage ist unverbindlich und völlig anonym, es muss keine Filiale aufgesucht werden. Die Kreditanfrage wird direkt an die Bank, in der Regel SSL-verschlüsselt übertragen und innerhalb weniger Minuten oder Stunden bekommt der Kunde ein persönliches Angebot zurück. Nimmt er dieses an, werden ihm die Vertragsunterlagen per Post zugestellt. Erst wenn diese zusammen mit den geforderten Unterlagen an die Bank zurückgeschickt wurden und auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft werden konnten, erfolgt die Auszahlung des beantragten Kredites auf das vom Kunden angegebene Konto.

Weshalb sind Onlinekredite in der Regel günstiger?

Viele der Banken, die ihre Kredite online anbieten arbeiten als sogenannte Direktbanken, das heißt, sie verzichten vollständig auf ein Filialnetz. Dadurch haben die Banken dann bedeutend geringere Kosten für Büroräume, im Verwaltungsaufwand und natürlich beim Personal. Ebenso entfällt die kostenintensive Kreditberatung. Einen Teil dieser Kosteneinsparungen reichen die Direktbanken an ihre Kunden weiter. Sie können ihre Kredite zu geringeren Zinsen anbieten und haben oft auch geringere Bearbeitungsgebühren, als die Banken, die mit einem Filialnetz arbeiten. Somit stehen die Direktbanken im Kreditvergleich oft auf den ersten Plätzen und Onlinekredite werden bei den Kunden immer beliebter.

Auf welchem Weg erhalte ich meinen Kreditbetrag?

Wenn der Kreditnehmer den Kreditvertrag unterschrieben hat, seine Identität über das sogenannte Post Ident Verfahren geprüft und bestätigt wurde und er die geforderten Unterlagen mit eingereicht hat, wird der Vertrag in der Bank geprüft und wenn alle Angaben korrekt sind und die Einkommensnachweise in Ordnung sind, wird der Kreditbetrag an den Kunden in den meisten Fällen auf das von ihm angegebene Girokonto überwiesen. Das dauert kaum länger als drei Tage. Manche Banken überweisen das Geld nicht, sondern erledigen die Auszahlung postbar oder mittels Scheck.

Wie leiste ich die monatlichen Raten?

Bei Kreditverträgen ist es üblich, dass der Kreditnehmer dem Kreditinstitut eine Einzugsermächtigung erteilt und dass die Bank dann die Raten zum vereinbarten Termin vom Konto, für das die Einzugsermächtigung erteilt wurde, abbucht. Dafür stehen dem Kunden im Vorfeld mehrere Termine zur Auswahl zur Verfügung. Einige Banken bieten jeweils den 05., den 10., den 15., den 20. oder den 25. eines Monats an, andere Banken haben nur den 01. und den 20., das ist von Kreditinstitut zu Kreditinstitut verschieden. Bei der Terminauswahl sollte der Kreditnehmer darauf achten, dass er einen Zeitpunkt wählt, an dem sein Konto mit Sicherheit gedeckt ist, damit der Rateneinzug auch erfolgreich ist.

Welche Rolle spielt die Schufa?

Die Schufa spielt bei jeder Kreditvergabe in Deutschland eine ganz entscheidende Rolle. Viele Banken gewähren ihre Onlinekredite nur den Kreditsuchenden, deren Schufa in Ordnung ist. Das bedeutet, sobald der Kreditsuchende die Anfrage bei der Bank einreicht, holt diese automatisch über ihr System, welches der Schufa angeschlossen ist, die Schufa des Antragstellers ein. Das ist erstes Kriterium in der Kreditprüfung. Kreditsuchende mit negativen Einträgen bekommen in Abhängigkeit von der Wertigkeit des Eintrages entweder gar keinen Kredit oder die Bank verlangt die Stellung eines zusätzlichen Bürgen als Sicherheit für den beantragten Kredit. (Ausnahme Kredite ohne Schufa)

Welche Funktion hat die Restschuldversicherung?

Viele Banken machen für die Kreditgewährung den Abschluss einer sogenannten Restschuldversicherung zur Bedingung. Mit dieser Restschuldversicherung sichern sich die Banken zusätzlich ab. Eine Restschuldversicherung übernimmt je nachdem, in welchem Umfang sie abgeschlossen wurde, die Restschuld im Todesfall des Kreditnehmers, die Ratentilgung bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit, wenn keine Lohnfortzahlung mehr erfolgt und auch die Tilgung der Raten bei Eintritt unverschuldeter Arbeitslosigkeit. Sie kann im Komplettpaket oder in Teilen abgeschlossen werden, verteuert aber den Kredit beträchtlich. Die Kosten dafür sind im effektiven Jahreszins nicht enthalten. Nicht immer ist die Restschuldversicherung aufgrund der höheren Kosten für den Kunden wirklich zu empfehlen.

Was besagt der in der Werbung ausgewiesene Effektivzins?

Der in der Werbung dargestellte Effektivzins ist bei fast allen Banken eine Größe, die sowohl von der Laufzeit des Kredites als auch von der Bonität des Kreditnehmers abhängig gemacht wird. Das bedeutet, dass Banken, die ihren Effektivzins mit zum Beispiel 3,9% bewerben, in der Regel diesen Zinssatz als Lockmittel benutzen. Mit niedrigen effektiven Zinsen gelingt es den Banken, bei einem Kreditvergleich auf die ganz vorderen Plätze zu gelangen. Welchen Kunden dann dieser Zinssatz auch tatsächlich angeboten wird, ist nicht zu erfahren. Der Durchschnittskunde bekommt trotz eines in der Werbung sehr günstig beworbenen Effektivzinses einen weitaus höheren Zinssatz angeboten. Deshalb sollten immer persönlich Angebote von mehreren Banken eingeholt werden.

Sind Onlinekredite an bestimmte Verwendungszwecke gebunden?

Nein, im Allgemeinen erhält der Kreditnehmer den Kredit zur freien Verwendung. In einigen Fällen ist es jedoch möglich, zum Beispiel wenn der Kredit für geplante Umschuldungen vorgesehen ist, dass der Kreditnehmer der Bank konkret die Ablösesummen der Kredite mitteilen muss und diese dann mit dem Kredit die Ablösung der Kredite bei den Fremdbanken vornimmt, allein um sicherzugehen, dass der Kredit auch tatsächlich der angegebenen Verwendung zugeführt wird.

Lassen sich mit einem Onlinekredit bestehende Altkredite ablösen?

Da die Onlinekredite in der Regel zur freien Verwendung gewährt werden, kann der Kreditnehmer nach der Auszahlung damit machen, was er gern möchte. Er kann den Onlinekredit als Anzahlung für einen Autokredit nutzen, er kann damit sein Auto bar bezahlen, kann seinen Dispositionskredit ausgleichen oder den Kreditrahmen auf der Kreditkarte. Das bleibt dem Kunden selbst überlassen. Hat er von vornherein als Verwendungszweck die Ablösung von Altkrediten angegeben, ist es auch möglich, dass die Ablösung von der Bank vorgenommen wird und dem Kunden, demzufolge kein Geld ausgezahlt wird.